Der Kryptowochenrückblick - Trading-Betrugsmasche: Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt



Wochenrückblick - Einführung

Lieber Leser, diese und weitere spannende Krypto-News der Woche haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst:

Im Laufe der Woche berichteten der Norddeutsche- und der Saarländische Rundfunk über Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Saarbrücken und der Zentralen Wirtschaftsstaatsanwaltschaft Wien. Mittelpunkt dieser Ermittlungen ist eine fünfköpfige Betrügerbande, welcher gewerbsmäßiger Bandenbetrug vorgeworfen wird. Ein Deutscher sitzt bereits in U-Haft.

Die Bande soll insgesamt 387 Betrugswebsites online gestellt haben, bei denen es sich augenscheinlich um Trading- und Kryptotradingplattformen handelte. Es ist nicht klar, ob die Seiten tatsächlich funktionierten oder ob lediglich die Nutzerdaten gespeichert wurden. Insgesamt waren rund 200.000 Deutsche betroffen, die Saarländische Staatsanwaltschaft bearbeitet in diesem Zusammenhang 233 eigegangene Anzeigen.

Dogecoin: Rasanter Kursanstieg nach Binancelistung

Der Dogecoin, der 2013 als Gag ins Leben gerufen wurde, verbreitete sich zu Beginn recht schnell auf Grund seines Social-Media Charakters. So konnten Dogecoin Nutzer beispielsweise auf Twitter und Reddit Coins dafür nutzen, um Likes für Beiträge zu geben.

Dogecoin basiert auf der Litecoin-Technologie und zeichnet sich durch besonders schnelle Transaktionszeiten aus, diese beträgt gerade einmal eine Minute. Die Kryptobörse Binance gab am Freitag bekannt, dass sie den Dogecoin in Zukunft listen wird. Dieser wird mit Bitcoin, dem Binance Coin, Tether, dem USD Coin, sowie dem Paxos Standard Coin handelbar sein. Nach Veröffentlichung dieser Nachricht stieg der Kurs des Dogecoin zwischenzeitig rund 30% an, pendelte sich gestern jedoch recht schnell wieder ein.

Wird Projekt Libra durch Restriktionen des US-Gesetzgebers scheitern?

Die öffentliche Diskussion über Facebook’s Libracoin reißt seit Wochen nicht ab. Diese Woche wurde ein Schreiben des US-Gesetzgebers veröffentlicht, welches sich an Facebook richtete. Es fordert das sofortige Einstellen des Projekts Libra.

Derzeit klärt der US-Ausschuss für Finanzdienstleistungen, auf welcher Basis der Libra Coin funktionieren könnte und wie mögliche Privacy-Problematiken gelöst werden könnten. Der Ausschuss fordert eine „Öffentliche Anhörung zu Risiken und Vorteilen kryptowährungsbasierter Aktivitäten“ und wolle damit „legislative Lösungen ausloten“. Im Klartext heißt dies, dass der Gesetzesgeber Facebook bei diesem Projekt regulieren möchte. Dies liegt vor allem an der Reichweite und der Nutzeranzahl der Social Media Plattform. Zum einen wird befürchtet, dass die Reichweite des Libra Coins die staatseigene Geldpolitik zu stark aus dem Gleichgewicht bringen könnte. Zum anderen wurde Facebook in der Vergangenheit an den Pranger gestellt, weil mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzerdaten an das Unternehmen Cambridge Analytica zur Auswertung von Nutzerdaten gelangt war.

Ob der Gesetzesgeber letztendlich genug Handhabe haben wird, das Projekt zu stoppen, wird sich in der nächsten Zeit zeigen.

Venezuela als Vorreiter einer nationalen Kryptowährung

Der Präsident von Venezuela, Nicolas Maduro, gab beim 10-jährigen Jubiläum der Verstaatlichung der Banco de Venezuela bekannt, dass es in Zukunft in jeder der 790 Filialen der Bank einen Petro Desk geben werde. Dieser soll als eine Art Help Desk fungieren, um die Bürger mehr über die Kryptowährung aufzuklären und die Nutzung zu fördern.

Des Weiteren sollen 1 Millionen Kryptowallets an junge Erwachsene mit einem bisher noch unbekannten Startkapital herausgegeben und verschenkt werden. Diese Ankündigungen bewirkten einen Kursanstieg der nationalen Kryptowährung Petro von rund 25%.

In welchem Kontext die Maßnahmen zu sehen ist, lässt sich nicht wirklich herausdeuten. Insgesamt ist jedoch klar, dass Venezuelas Präsident vor allem in der Außenpolitik ein Zeichen damit setzen möchte.

Fujitsu stellt Blockchain-Identitätslösung vor

Der Technologieriese Fujitsu stellte im Laufe dieser Woche eine neu erforschte Technologie vor, welche Identitätsprüfungen von Transaktionspartnern deutlich verbessern soll. Die unternehmenseigene Forschungsabteilung, Fujitsu Laboratories, stellte die neue Lösung vor, die noch in diesem Jahr in den eigenen Cloud-Service implementiert werden soll.

Das neue System ist so gestaltet, dass jeder Nutzer einen „Trust Score“ erhält, der widerspiegelt, wie sich der Nutzer in der Vergangenheit verhalten hat und wie er sich zum jetzigen Zeitpunkt verhält. Mögliche Schwächen einer dezentralisierten Identifikation werden dadurch beseitigt, indem Nutzerbeziehungen zudem visualisiert werden können. Sofern sich beispielsweise Nutzer in der Vergangenheit abgesprochen haben, könnte dies graphisch durch das neue Programm erfasst werden und würde in den Trust Score des Nutzers einfließen.

Sofern das System in den Cloud-Service des Unternehmens implementiert wird, wird dieser Service für private und geschäftliche Nutzer zur Verfügung stehen.



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