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E-Mail bezüglich Bitcoin und Blockchain an deutsche Politiker.


Heute las ich einen Bericht des "BTC ECHO" über die Einstellung der Politiker verschiedener Parteien hinsichtlich Bitcoin und Blockchaintechnologie.

Nach meinem (natürlich subjektiven) Empfinden klang das alles derartig negativ, dass ich nicht umhin konnte, an die Interviewten, Matthias Hauer (CDU), Jens Zimmermann (SPD), Frank Schäffler (FDP), Danyal Bayaz (Grüne) und Fabio de Masi (die Linke), eine E-Mail zu senden, um ihren Argumenten zu widersprechen. Ob die sich allerdings tatsächlich die Zeit nehmen werden, eine derartig lange E-Mail zu lesen und zu beantworten, wird die Zukunft zeigen ... Aber wie auch immer: Ich musste es tun! :-)

Hier nun die E-Mail, die m. E. eine gute Grundlage zur Diskussion der Vor- und Nachteile des Bitcoins, Kryptowährungen im Allgemeinen und der Blockchaintechnologie darstellt:

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Sehr geehrte Herren Abgeordnete,

mit Interesse las ich folgenden Artikel von BTC ECHO über die Einstellung Ihrer Parteien zu Bitcoin und Blockchaintechnologie:

https://www.btc-echo.de/news/bitcoin-blockchain-bundestag-die-deutsche-politik-im-interview-119265/

p Leider erscheint mir die Perzeption dieser neuen Technologien seitens der Politik deutlich zu negativ und einseitig. Grundsätzlich würde ich eine sich stärker auf die ihr zugrundeliegenden Chancen fokussierende Politik sehr begrüßeßen.
tattdsen lauten die ersten beiden Standardfragen in der er Regel:

ol>
  • "Welche Rken birgt rgt das?"
  • "Wie kanndas besteuersteuern?"
  • p> Im Folgenden möchte ich auf Ihre Argumente gegen den Bitcoin eingehen und sodann einige seiner vorteilhaften Alleinstellungsmerkmale hervorheben.

    Ich stimme zu, dass der Bitcoin in erster Linie nicht als alltagstaugliches Zahlungsmittel konzipiert ist (wobei sich mittels Krypto-Debitkarten und aufgrund der Teilbarkeit des Bitcoins auf bis zu acht Stellen hinter dem Komma problemlos überall damit bezahlen lässt, so man denn will)n will).
    ie techniwendigen Voraussetzungen dafür, schnell, fast gebührenfrei transferierbar, dabei äußerst energieeffizient und somit umweltschonend zu sein uzu sein sowie ein hohktionsvolumen pro Zeit bewältigen zu können, erfüllt dagegen beispielsweise der auf der Cardano-Blockchain basierende ADA.

    Nun zu Ihren Argumenten, der Bitcoin sei als Wertspeicher ungeeignet:

    • Was die hohe Volatilität betrifft, unterliegt der Bitcoin Halving-Zyklen, was bedeutet, dass die Menge neu 'gemineter' Bitcoins sich alle vier Jahre halbiert. Nach jeder dieser Verknappungen steigt der Preis, wobei sich gegen Ende jedes Zyklus zu den Investoren Spekulanten hinzugesellen, bis eine Blase entsteht, die dann irgendwann platzt, wobei jedoch - und das ist das Entscheidende - jedes Tief stets höher liegt als jedes vorherige Tief, weshalb der Bitcoinpreis auf lange Sicht gesehen bisher stets gestiegen ist und das aller Voraussicht nach auch weiterhin tun wird. Es ist also genau umgekehrt wie immer behauptet wird: Nicht Spekulanten profitieren vom Bitcoin, sondern geduldige Investoren.en.
      itte bede, dass ein Bitcoin 2010 noch weniger als 10 Cent kostete, es also, allen Warnungen zum Trotz, langfristig gesehen keine bessere Geldanlage als den Bitcoin gab!
      gab!
      ie Vo hat überdies mit der noch relativ geringen Marktkapitalisierung der Kryptowährungen zu tun, aufgrund derer einzelne Käufe und Verkäufe großer Marktteilnehmer einen viel größeren Einfluss als in größeren Märkten haben (so ähnlich, wie es auch einen größeren Effekt hat, in einen Gartenswimmingpool zu springen als in den Pazifik).

    • Dass der Bitcoin allein deshalb als Wertspeicher ungeeignet sei, da er keinen materiellen Wert besitze, beantworte ich zunächst einmal mit der Gegenfrage, ob beispielsweise Microsoft Windows oder die Google-Search-Engine ebenfalls als 'nicht materielle Dinge' über keinen intrinsischen Wert verfügen?
      gen?
      berdih im heutigen digitalen Zeitalter die Grenze zwischen 'materiellen' und 'immateriellen' Dingen ohnehin immer mehr verschwimmen (wobei jeder Physiker weiß, dass 'Materie' ohnehin nichts anderes als 'verdichtete Energie' ist). :-)

    • Das Argument, Investoren zögen sich zurück, sobald das Vertrauen in ein Asset sinke, ist völlig korrekt, gilt allerdings für jedes andere Asset (und jede Währung(!), wie man z. B. am türkischen Lira oder dem Bolivar sieht) in gleichem Maße.
      Baße.
      ishertcoin jedoch genau dasjenige Asset, das über einen Zeitrum von jetzt mehr als zehn Jahren hinweg den höchsten Wertgewinn verbuchen konnte.

    • Dass Kryptowährungen vor allem kriminellen Zwecken dienten, wird zwar immer wieder behauptet, jedoch niemals belegt.
      Wiegt.
      ie derypto-Crime-Bericht des Unternehmens Chainalysis belegt, standen nur 0,34 % aller Krypto-Überweisungen mit kriminellen Handlungen im Zusammenhang (im Gegensatz zu 2,1 % beim US-Dollar):
      Dollar):
      https://go.chainalysis.com/2021-Crypto-Crime-Report.html

      per sieht ähnlich sieht dIA-Vizechef Michael Morell:
      h Morell:
      https://bitcoinblog.de/2021/04/15/wenn-man-ein-finanzielles-okosystem-sucht-das-schlecht-fur-kriminelle-ist-dann-ware-das-bitcoin/

      pmögliche Dunkelziffer krimineller Transaktionen ins Feld führen, ist korrekt, gilt aber für jede andere Währung (insbesondere auch das von den Deutschen geliebte Bargeld) ebenso!
      Das "Transp
      Das "Tranormationsgesetz Geldwäsche", welches ldwäsche", welchenen ab 1000 Euro für meldepflichtig erklärt, stellt leider ein weiteres Beispiel dafür dar, dass 'transparenter' stets nur der Bürger wird (nicht jedoch staatliche Institutionen) und die Politik im Zweifelsfalle vermeintliche Sicherheit so gut wie immer gegenüber der informationellen Selbstbestimmung des Individuums priorisiert.

    • Das einzige in meinen Augen stichhaltige Argument gegen den Bitcoin ist dessen hoher Stromverbrauch. Hier sollten innerhalb der Bitcoin-Gemeinde verstärkt Anstrengungen unternommen werden, möglichst ausschließlich mittels 'grüner Energie' zu 'minen'. Dazu gibt es interessante Überlegungen, welche die Idee ins Spiel bringen, dass PV-Anlagen sogar weitaus rentabler zu betreiben wären, würden sie in Phasen überschüssiger Stromerzeugung einen Bitcoin-Miner speisen:
      httpsspeisen:
      https://bitcoinblog.de/2021/04/22/bitcoin-mining-als-voraussetzung-fur-eine-vollstandige-energiewende/

      pn hohen Stromverbrauch des Bitcoins als problematisch anerkenne, fehlt es mir in Politik und Medien andererseits an der nötigen Ausgewogenheit, ihm den Energieverbrauch des Bankensystems oder die ökologischen Konsequenzen der Förderung von Gold oder Erdöl gegenüberzustellen. So kommt beispielsweise ein Bericht von "Galaxy Digitcht von "Galaxy Digital" zu dem energieeffizienter als Gold und verbrauche weniger Strom als das Bankenwesen (mit seinen Geldautomaten, Rechenzentren und Filialen - wobei der Energieverbrauch der täglich zur Arbeit fahrenden Bankmitarbeiter noch gar nicht eingepreist ist):
      https:/st ist):
      https://coin-hero.de/news/galaxy-digital-bericht-bitcoin-energieeffizienter-als-gold/

      / nicht allein dadurch 'gut' wird, keine Nachteile zu haben, nun noch ein paar positive Alleinstellungsmerkmale des Bitcoins/von Kryptowährungen:

      Der Bitcoin ist ein extrem knappes, in seiner Menge beschränktes Gut, dass sich, anders als Bankengeld und Gold, schnell und ohne Konvertierungs- oder Mittlergebühren, pseudonym (nicht anonym!), aber doch transparent und absolut manipulationssicher in jede Ecke der Welt versenden lässt, wobei auch die weltweit immer noch sehr zahlreichen "Unbanked Peoplreichen "Unbanked People", mittelets die Möglichkeit erhalten, am Wirtschaftsleben und dem Zahlungsverkehr teilzuhaben.
      10 Bitcoins sben.
      0 Bitinuten um die ganze Welt geschickt - und nun versuche man dasselbe mit dem entsprechenden Bargeldwert ... Überdies ist ein Bitcoin teilbar, so dass man mit einer Bitcoin-Debitkarte sogar Brötchen kaufen könnte. Als Wertspeicher ist der Bitcoin weitaus flexibler verwendbar als Gold.

      Von den Vorteilen, die eine Smart-Contract-Blockchain wie Cardano aufweist, will ich gar nicht erst anfangen ... oder doch, ganz kurz noch:
      https://www.crypoch:
      https://www.crypto-news-flash.com/de/cardano-iog-kuendigt-den-weltgroessten-einsatz-der-blockchain-in-afrika-an/

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