Der große Astrologie-Ratgeber: Die 6 wesentlichen Erkenntnisse der Astrologie – So deuten Sie Ihre Zukunft aus den Sternen 5. Die Zeit


  1. Die Zeit

Die Zeit ist ein entscheidender Parameter bei der Berechnung und Erstellung eines Horoskops. Wer ein Geburtshoroskop anfertigt, der gibt eine bestimmte Gestirns- und Sternenkonstellationen zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder. Aber was ist eigentlich Zeit? In astronomischem Sinn entsteht Zeit durch Bewegung und Lageveränderung der Gestirne zueinander. Dementsprechend kann Zeit vielfältig gemessen werden, je nachdem, auf welchen bewegten Körper sich die Messung bezieht. Die irdische Zeit ist ein Ergebnis aus den Zyklen der Erde, die in Beziehung mit anderen beweglichen oder fixen Punkten des Himmels gesetzt werden. Beim Erstellen eines Geburtshoroskops werden Sie mit der Sonnenzeit (Normalzeit und Ortszeit) und mit der Sternzeit in Berührung kommen.

Der Kalender

Zunächst aber noch kurz ein Wort zu einer übergeordneten Zeitrechnung, zur Zeitrechnung in Jahren, Monaten, Wochen und Tagen, dem Kalander. Der Kalender war die Basis der frühen Ackerbaukulturen, er ist der Ursprung der heutigen Astrologie. Je nachdem, welcher Erdenzyklus der Einteilung des Jahres zu Grunde gelegt wird, unterscheidet man zwischen Lunar-, Solar- und Lunisolarkalendern.

Der in unseren Breiten und auch weltweit am weitesten verbreitete Kalender ist der Gregorianische Kalender, der durch eine Kalenderreform von Paps Gregor XIII. im 16. Jahrhundert entstanden ist. Der Gregorianische Kalender ist ein Solarkalender, d.h. der Kalender richtet sich nach dem Solarjahr, das sich am tropischen Jahr orientiert. Dessen Bezugspunkt ist der Frühlingspunkt.

Die Sonnenzeit

Basis der Orts-, der Normal, und auch der Sommerzeit ist die Sonnenzeit. Da die Erde sich nicht nur um die eigene Achse dreht, sondern gleichzeitig auch ihrer Erdumlaufbahn folgt, unterscheidet sich der wahre Sonnentag, also jener Zeit, die zwischen zwei Kulminationen der Sonne über einem bestimmten Orts-Meridian vergeht, von der Zeit, die die Erde für eine Umdrehung um die eigene Achse braucht. Aber auch der wahre Sonnentag ist auf Grund der elliptischen Umlaufbahn, die die Erde um die Sonne beschreibt, keine konstante Größe. Wir haben diese Rhythmusstörungen in der Bewegung der Sonne im Tierkreis bereits bei den Planeten kurz angesprochen. Daraus folgt, dass der wahre Sonnentag im Laufe eines Jahres zwischen 23 h 59m 39 s und 24 h 0 m 39s variiert.

Der mittlere Sonnentag ist die Zeiteinheit unseres Alltags, die Zeit in und mit der wir leben. Mit dem mittleren Sonnentag hat man eine künstliche, aber unveränderliche Zeiteinheit geschaffen, die als der 365,2422. Teil eines Erdumlaufs um die Sonne definiert wurde. Wie gesagt, eine künstliche Zeiteinheit, aber der Tag hat damit unveränderlich 24h.

Ortszeit

Jeder Ort hat eine spezifische Zeit, die nur für ihn (bzw. für alle Orte die auf demselben Längengrad liegen) gilt. Entsprechend der wahren und mittleren Sonnenzeit kann aber auch bei der Ortszeit zwischen wahrer und mittlerer Ortszeit unterschieden werden. Die wahre Ortszeit orientiert sich an dem Zeitpunkt, an dem die Sonne im Orts-Meridian steht. Dieser Zeitpunkt wird als 12 h Mittag definiert. Die wahre Ortszeit ist also für jeden Ort auf demselben Längengrad gleich, egal auf welcher Breite der Ort liegt. Parallel zur mittleren Sonnenzeit entsteht durch einen Zeitausgleich die mittlere Ortszeit.

Normalzeit oder gesetzliche Ortszeit

Doch diese undurchschaubare Vielfalt an Ortszeiten sorgte bereits im 19. Jahrhundert für Verwirrung, die sich mit dem Aufkommen immer schnellerer Verkehrsmittel (besonders der Eisenbahn) noch verstärkte. Deshalb ist man dazu übergegangen, Zonenzeiten zu schaffen, die größere Landstriche zu einer gemeinsamen Zeitzone zusammenfassen. In den meisten Fällen orientiert sich diese Zonenzeit an der mittleren Ortszeit des Bezugsmeridians.

Diese Zonenzeiten werden durch einen gemeinsamen Bezugspunkt geordnet und zu einer Weltzeit zusammengefasst. Der Bezugspunkt ist die Ihnen schon bekannte Stadt Greenwich, jene Stadt, durch die auch der Nullmeridian verläuft. Ihre mittlere Sonnenzeit bzw. ihre mittlere Ortszeit wird als GMT (Greenwich Mean Time) bezeichnet. In einem Abstand von 15° sind von diesem Punkt aus die Bezugsmeridiane für die Zonenzeiten verteilt.

Die Umrechnung von der Normal- zur Ortszeit ist erdenklich einfach. Wenn der Ort östlich vom Bezugsmeridian liegt, so ist die Differenz von Orts- und Normalzeit zur Normalzeit zu addieren. Liegt der Ort westlich, dann ist die Differenz zu subtrahieren. Als Schlüssel gilt: 1 Grad = 4 Minuten, 15 Grad = 1 Stunde.

Die Sternzeit

Für alle astrologischen und astronomischen Beobachtungen ist die Sternzeit von großer Bedeutung. Insbesondere bei den Berechnungen für das Horoskop werden Sie in den Hilfstabellen immer wieder mit der Sternzeit (siderische Zeit) konfrontiert. Die Sternzeit misst – anders als die mittlere und die wahre Sonnenzeit – die Zeit einer ganzen Erdrotation und wird nach der Kulmination eines Fixsterns bestimmt. Die Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Kulminationen eines Fixsterns über demselben Meridian wird Sternentag genannt.
Aufgrund der Eigenbewegung der Erde, ihrer Umlaufbahn um die Sonne, dreht sich die Sonne (scheinbar) ein wenig langsamer um die Erde als um die Sterne. Der Sterntag ist also kürzer als der Sonnentag und zwar um ungefähr 4 Minuten (genau beträgt die Länge des Sterntags 23 h, 56’ und 4,091’’). Wie die Wahre Sonnenzeit ist die Sternzeit eine lokale Zeit: wenn der Frühlingspunkt im Orts-Meridian liegt, ist in der Sternenzeit 0 Uhr. In Abschnitt 6 werden Sie dann sehen, wie die lokale Sternzeit für Greenwich, die in den Ephemeriden zu finden ist, in die lokale Sternzeit des Geburtsortes umgerechnet werden kann.

Resümee:

Die Zeit eines Ortes wird bestimmt vom Bezugspunkt für die Zeiteinheit und von der geografischen Länge des Ortes. Bedingt durch die verschiedenen Eigenbewegungen der Erde variieren die natürlichen Zeiteinheiten aber, sodass im Sinne einer räumlichen und zeitlichen Einheit ‚künstliche’ Zeiteinheiten eingeführt wurden: der mittlere Sonnentag, die mittlere Ortszeit, die Zonenzeit. Da beim Erstellen eines Horoskops aber die Sternzeit das Maß ist, wurden diese ‚Zeiten’ hier vorgestellt, um Ihnen die allfälligen Korrekturen zu erleichtern.

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